SPD-Regionalfraktion: Arbeitsmarktpolitik ausbauen

Veröffentlicht am 08.07.2011 in Pressemitteilungen

Die SPD-Regionalfraktion fordert den Ausbau und die Weiterentwicklung der Arbeitsmarktpolitik in der Region Stuttgart

Die SPD Fraktion in der Verbandsversammlung der Region Stuttgart fordert die Verbandsführung und die regionale Wirtschaftsförderung auf, sich stärker mit Fragen des Arbeitsmarktes zu befassen und für bestehende Defizite Lösungen zu erarbeiten.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Helmut Hartmann betonte bei der letzten Sitzung des Wirtschaftsausschusses, dass Arbeitsmarkt mehr sei, als der Bericht über Arbeitslosenquote und offene Stellen. Vielmehr müsse man sich verstärkt auch um Themen wie Langzeitarbeitslosigkeit, Ausbildungsquote, Weiterbildung, Fachkräftemangel und Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern in der Region kümmern. Hartmann machte dabei deutlich: „Fragen der Arbeitsmarktpolitik gehen nicht nur die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter an.“ Mit diesem Argument wurden in der Vergangenheit öfters Anträge der Sozialdemokraten in der Region abgelehnt. „Wir sind der Überzeugung, dass zur Wirtschaftsförderung auch das Feld der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik gehört“, richtete Hartmann klare Forderungen an die Verwaltung.

Mit der dem Regionalen Arbeitsmarktmonitor, dem Strukturbericht und dem IHK-Fachkräftemonitor besteht eine solide Basis für die Analyse und wertvolle Erkenntnisse in der Bewertung der Lage. Laut den Genossinnen und Genossen darf es aber nicht alleine bei der Analyse der Situation bleiben. Helmut Hartmann hielt eindeutig fest: „Es bringt uns nicht weiter, wenn wir Defizite aufdecken, gleichzeitig aber keine Lösungen erarbeiten,“ und führte in diesem Zusammenhang gleich einige Defizite auf, die die Region Stuttgart seit Jahren betreffen. Aus den statistischen Zahlen zeigen deutlich, dass sich die Lage der Region gegenüber dem Landesschnitt und dem Bundesweiten Vergleich deutlich verschlechtert hat. Bis 2006 war die Arbeitslosenquote in der Region niedriger als im Land Baden-Württemberg. Nachdem in den Jahren 2007 bis 2009 die Quote gleich hoch war, gibt es seit 2010 in der Region Stuttgart mehr Arbeitslose als im Land. Dieser negative Trend sollte bei den Akteuren der Wirtschaftsförderung in der Region Stuttgart aktives Handeln bewirken. Auch im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit stellen die Sozialdemokraten leider eine Verfestigung fest. Hinzu kommt, dass immer noch zu viele Betriebe in der Region nicht ausbilden und oft nach Abschluss der Ausbildung nur befristet oder gar nicht einstellen.

Die SPD-Fraktion ist der Überzeugung, dass mit den jetzt eingeleiteten Schritten und einer Weiterentwicklung der zukünftigen Arbeit, auch im Arbeitskreis „Arbeitsmarkt und Beschäftigungspolitik“, gute Ergebnisse für die Menschen erzielt werden können.

 

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