„Proteste gerechtfertigt“ AfA und Kreis-SPD zu C-Klasse

Veröffentlicht am 10.12.2009 in Pressemitteilungen

Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Region Stuttgart (AfA), Helmut Roth, und der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Dr. Tobias Brenner halten die Protestaktionen der Daimler-Belegschaft gegen die Verlagerung der
Produktion der C-Klasse für gerechtfertigt und notwendig.

Im Anschluss an ein Treffen betonten sie, dass die Begründung der Geschäftsleitung für einen Abzug der C-Klasse nicht überzeuge. „Die Signalwirkung für die Menschen in der Region ist fatal“, erklärte Roth, der im Mercedes-Werk arbeitet und Betriebsrat ist. SPD-Fraktionschef Brenner hat den Eindruck gewonnen, dass einmal mehr die Belegschaft den Kopf für Managementfehler hinhalten müsse. „Kurzfristige Kosteneinsparungen sind die eine, doch die längerfristigen Auswirkungen für die Menschen im Kreis und der langfristige Imageschaden für das Unternehmens sind die andere Seite der Medaille“, führte Brenner in einer Pressemitteilung der AfA aus.

Der Kampf der Mitarbeiter für den Erhalt der Arbeitsplätze und gegen den Abzug der C-Klasse müsse, so die beiden Sozialdemokraten, daher weitergehen.

Eine handstreichartige Entscheidung des Vorstands könne nicht hingenommen werden, zumal eine Ankündigung in den Medien der hervorragenden Arbeit der Belegschaft im Werk Sindelfingen nicht
gerecht werde. „Wer sich wie der Daimler-Vorstandsvorsitzende offenbar scheut, vor die Belegschaft zu treten, scheint seinen Argumenten selbst nicht zu trauen“, vermutet Brenner.

Der AfA-Regionsvorsitzende Roth fügte hinzu, es sei das Mindeste, dass sämtliche Arbeitsplätze in Sindelfingen aufgrund einer belastbaren Beschäftigungsgarantie über 2014 hinaus gesichert werden und betriebsbedingte Kündigungen längerfristig ausgeschlossen würden. „Nur so wird deutlich, dass es dem Unternehmen damit ernst ist, auch langfristig genügend Arbeitsplätze für die Menschen in der Region zur Verfügung zu stellen“, so Roth.

 

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