Jusos kritisieren CDU und Sabine Kurtz MdL

Veröffentlicht am 26.10.2015 in Pressemitteilungen

In ihrer aktuellen Pressemitteilung kritisieren die Jusos im Kreis Böblingen die CDU und die Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz (Wahlkreis Leonberg/Herrenberg) für ihre augenscheinliche Nähe zu den Initiatoren der homophoben "Demo für alle".

„Unter dem Deckmantel „Demo für alle“ machen die Veranstalter offen mit Lügen Stimmung gegen Homosexuelle.“, erklärt der Juso-Kreisvorsitzende Felix Huber aus Grafenau und fügt hinzu: „Und nun trifft sich die Spitze der Landes-CDU mit diesen Ewiggestrigen und solidarisiert sich augenscheinlich mit Ihnen und ihren Ansichten. Das halte ich für gefährlich und falsch.“ Die „Demo für alle“ richtet sich gegen den künftigen Bildungsplan an baden-württembergischen Schulen und die darin enthaltene Aufklärung hinsichtlich gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, die CDU-Spitze rund um Guido Wolf traf sich in den vergangenen Tagen mit den Veranstaltern zum Austausch.

 

„Als besonders verstörend empfinde ich aber die Rolle, die unsere CDU- Landtagsabgeordnete Kurtz hier wohl spielt.“, meint Jan Hambach stellvertretender Vorsitzender der Jusos aus Renningen. Laut Medienberichten, die auf einen E-Mail-Verkehr zwischen Kurtz und Unterstützern der „Demo für alle“ Bezug nehmen, sagt Kurtz die Verbindung zwischen dem Oppositions-Spitzenkandidaten Guido Wolf, der CDU-Landtagsfraktion und der homophoben Bewegung hergestellt zu haben. Weiter zeigt sie sich offen für eine politische Zusammenarbeit und bestärkt die Vorurteile der Aufklärungsgegner. „Sabine Kurtz stellt sich so klar und deutlich auf die Seite dieser Gruppierung, die auch von der AfD unterstützt wird. Mit diesem ewig gestrigen Meinungsspektrum diskreditiert sie sich als Vertreterin der politischen Mitte“, meint Hambach weiter.

„Niemand wird durch Aufklärung „umerzogen“, die sexuelle Identität sucht man sich nicht heraus. Wir wollen, dass jeder so leben kann wie er ist und fordern eine öffentliche Distanzierung von der „Demo für alle“ von Sabine Kurtz“, verdeutlicht Sandra Göke, die Pressesprecherin der Jusos aus Holzgerlingen.

 

Abschließend sagt Felix Huber: „Vor etwas weniger als zwei Jahren hat sich Frau Kurtz schon einmal den Vorwurf der Homophobie eingehandelt, als sie als Gast einer Podiumsdiskussion auftreten wollte, an der auch Gabriel Stängle, ausgehende Person aller momentaner homophober Demonstrationen, teilnahm. Sie wies die Kritik damals zurück und die Veranstaltung wurde schlussendlich abgesagt. Nun scheint es aber in die nächste Runde zu gehen. Da muss nun schon die Frage erlaubt sein: Wie ernst meint es Frau Kurtz denn eigentlich tatsächlich mit Toleranz und Mitmenschlichkeit?“

 

Eine detaillierte Erklärung der kritisierten Zusammenhänge findet sich hier:

http://www.queer.de/detail.php?article_id=24894

 

Homepage Jusos im Kreis Böblingen

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