Böblinger Kreiszeitung - ver.di fordert Rückkehr in den Flächentarif

Veröffentlicht am 07.12.2017 in Arbeitsgemeinschaften

 

Nach Kauf der Böblinger Kreiszeitung durch die Stuttgarter Zeitung - ver.di fordert Rückkehr in den Flächentarif und Erhalt der Arbeitsplätze


07.12.2017

„Die Redakteure der Stuttgarter Zeitung sind im Flächentarifvertrag; das sollte auch wieder für die Journalisten der Böblinger Kreiszeitung gelten“, begründet der ver.di-Landesfachbereichsleiter Medien, Siegfried Heim, die Gewerkschaftsforderung an die neue Geschäftsführung der Zeitung. Gestern hatte der Medienkonzern Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) den endgültigen Kauf der Böblinger Kreiszeitung durch die Stuttgarter Zeitung bekannt gegeben, der bereits im Februar angekündigt worden war. Neben Tarifbindung fordert ver.di auch den Erhalt der Arbeitsplätze in Böblingen.

Die Böblinger Redakteure mussten sich einen Haustarifvertrag erstreiten, nachdem der frühere Verleger Paul-Matthias Schlecht im Jahr 2010 Tarifflucht begangen hatte. Da dieser Haustarifvertrag aber dieselben materiellen Inhalte hat wie die Redakteurs-Flächentarifverträge für ganz Deutschland, fordert ver.di von der neuen Böblinger Geschäftsführung auch die formale Rückkehr in den Flächentarif.

Im SWMH-Konzern gibt es neben Tochterunternehmen, die direkt über die Arbeitgeberverbände tarifgebunden sind, zum Beispiel die Redaktionsgesellschaft Stuttgarter Zeitung / Stuttgarter Nachrichten oder Esslinger Zeitung und auch Unternehmen wie den Schwarzwälder Bote, wo die Tarifbindung über einen Haustarifvertrag nicht mehr bei Neueinstellungen gilt. Zudem gibt es im Konzern im kaufmännisch-technischen Bereich viele Tochterunternehmen, die gar nicht tarifgebunden sind. Der neue Böblinger Geschäftsführer Bodo Kurz hatte beim Nordbayrischen Kurier Bayreuth eine große Zahl von Entlassungen zu verantworten, nachdem dieser von der zum SWMH-Konzern gehörenden Frankenpost in Hof gekauft worden war. In Bayreuth war es in diesem Zusammenhang auch zu Streiks gekommen.

 

 

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