Aufruf der AfA Baden-Württemberg zum 1. Mai 2016

Veröffentlicht am 28.04.2016 in Arbeitsgemeinschaften

ORDNUNG UND GERECHTIGKEIT AUF DEM ARBEITSMARKT 
 
 
MISSBRAUCH VON LEIHARBEIT UND WERKVERTRÄGEN WIRKSAM BEKÄMPFEN!


Der missbräuchliche Einsatz von Leiharbeit und Werkverträgen gefährdet Normalarbeitsverhältnisse. Arbeitgeber dürfen sich dadurch nicht länger einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Stammarbeitsplätze und Tarifverträge müssen geschützt, prekäre Beschäftigung zurückgedrängt und Betriebsräte gestärkt werden. Die lange beschlossenen Forderungen müssen endlich mit Leben gefüllt werden. Der Gesetzentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium enthält Lösungsansätze. Aber die Unionsfraktionen blockieren seit Monaten das weitere parlamentarische Verfahren. Millionen Menschen bekommen dadurch weniger Geld für ihre Arbeit und haben weniger Rechte. Sachgrundlose Befristungen darf es nicht länger geben. 
 
GEGEN DROHENDE ALTERSARMUT! 


Der Mindestlohn wirkt! Allen Unkenrufen der Wirtschaft zum Trotz ist der Mindestlohn kein Jobkiller, sondern ein Motor für gerechtere Lohnentwicklung. Nun gilt es, die vor Krieg und Terror zu uns Geflüchteten in Arbeit und Gesellschaft zu integrieren. Sie dürfen nicht ausgegrenzt oder gegen Einheimische ausgespielt werden. Daher darf es keine Aufweichungen beim Mindestlohn geben, und auch die Kontrollen zu dessen Einhaltung dürfen nicht vernachlässigt werden. Der eingeführte gesetzliche Mindestlohn reicht bei weitem nicht aus, um auf eine existenzsichernde Alterssicherung zu kommen. Vielen Menschen droht Altersarmut, wenn jetzt nicht mit weiteren Maßnahmen 
gegengesteuert wird. Das Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung muss dringend stabilisiert, eine solidarische Lebensleistungsrente eingeführt werden. Eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters lehnen wir strikt ab. 

 
MEHR RECHTE FÜR FRAUEN AUF DEM ARBEITSMARKT! 

 

Auch im 21. Jahrhundert ist die Arbeit von Frauen immer noch weniger wert. Die geschlechtsspezifische Lohnlücke ist seit Jahren nahezu unverändert hoch. Deutschland ist damit weiterhin unter den Schlusslichtern in Europa. Frauen sind überdurchschnittlich in Teilzeit und/oder im Niedriglohnsektor beschäftigt, sie sind seltener in Führungspositionen. Dazu übernehmen sie einen Großteil der Familienarbeit. Das wirkt sich auf ihre Aufstiegschancen und ihre Alterssicherung aus. 
 
FÜR MEHR SOLIDARITÄT! 

 

Wenn wir den Zusammenhalt unserer Gesellschaft nicht gefährden wollen, brauchen wir mehr Solidarität. Dafür treten wir ein: Für mehr Solidarität zwischen den arbeitenden Menschen, zwischen den Generationen, zwischen Einheimischen und Flüchtlingen, zwischen Schwachen und Starken. Wir fordern die Rückkehr zu einer paritätischen Finanzierung der Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung. 

 

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