ASF UND AFA: ECHTE GLEICHSTELLUNG MUSS REALITÄT WERDEN

Veröffentlicht am 05.03.2012 in Arbeitsgemeinschaften

Kreis Böblingen. „Der gleichstellungspolitische Fortschritt tritt auf der Stelle“, beklagt die ASF-Kreisbeauftragte Sarah Holczer. „Weder ist der Lohnunter-schied zwischen Frauen und Männern geringer geworden, noch ist der Frauenanteil in Führungspositionen gestiegen.“ Baden-Württemberg sei das Schlusslicht in Deutschland. Hier betrage der Gehaltsunterschied 28 %, der bundesdeutsche Durchschnitt liege bei 23 %. „Ein trauriger Spitzenplatz“, findet der AfA-Kreisvorsitzende Georg Patzek. Das zeige, wie wichtig klare gesetzliche Vorgaben seien. Jede dritte Frau bekomme trotz Vollzeitjob nur einen Niedriglohn.

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) und die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) treten deshalb für Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt ein. „Reguläre statt prekäre Beschäfti-gung, guter und gleicher Lohn für gute Arbeit sind der beste Schutz vor Altersarmut. Deshalb fordern wir gesetzliche Regelungen, damit Frauen eine eigenständige armutsfeste Alterssicherung aufbauen können“, so die beiden Funktionsträger Holczer und Patzek in einer Presseerklärung zum Inter-nationalen Frauentag am 8. März 2012.

Politisches Ziel bleibe für die SPD „die Hälfte der Macht, der Zeit, des Geldes, der bezahlten und unbezahlten Arbeit für die Hälfte der Bevölkerung!“ Unterstützung erwarten sich ASF und AfA durch die SPD-geführten Ministerien, die auf dem Weg von rechtlicher zu tatsächlicher Gleichberech-tigung wichtige Impulse geben könnten. Dazu zähle auch – wie im Koalitionsvertrag vereinbart - die Novellierung des Landtags- und des Kommunalwahlrechts sowie des Chancengleichheitsgesetzes. Nach Meinung von ASF und AfA sind längst Regelungen überfällig, die zur Geschlechter-gerechtigkeit beitragen und dafür sorgen, „dass unsere Demokratie die Bezeichnung ‚repräsentativ‘ auch verdient“.

„Die Landesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm die Frauenpolitik als Querschnittsaufgabe verankert und klare Ansagen zum Mindestlohn, zur geschlechterunabhängigen Bewertung von Arbeitsplätzen, zur Besetzung von Führungspositionen in Teilzeit bis hin zur Finanzierung von Teilzeitaus-bildungen für junge Frauen mit Kindern gemacht. Wir werden die Verantwortlichen beim Wort nehmen“, sind sich ASF und AfA im Kreis Böblingen einig.

 

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